hs04 sex sells

3/01/2009

Wir unterwerfen uns dem kapitalistischen Waren-Tausch-System und verkaufen richtigen Sex. Wir sprechen die ganze Zeit in Anführungsstrichen und schleichen uns durch dubiose SM-Welten. Gleitgel ist eine abgefahrene Sexpraktik. Das queere Dr. Sommer Team weiß: Was in der Brigitte steht, ist guter deutscher Sex.
PS: Das Dr. Joke Sommer Team hat leider fälschlicherweise behauptet, SM sei total gesund und entschuldigt sich mit untenstehendem Link auf den ICD 10.

 

| Open Player in New Window

Download (mp3, 90,7 MB)

Links:
The Trucks
Dreizehn/Thirteen (IMDb)
ICD 10 F65

Hier haben sich 11 Kommentare versteckt! Finde sie:

  1. 4/01/2009Narr schreibt:

    Dies war die erste Sendung, die ich von euch gehört habe.
    Zuerst war ich unentschlossen, ob ich die Unorganisiertheit und Spontanität eurer Unterhaltung mögen soll, aber jetzt bin ich mir sicher, dass es genau so gut ist.
    Ich werde mir auf jeden Fall später eure anderen Sendungen anhören.

    Eine Frage noch: Woher stammt der Spruch: „Von hinten durch die Brust ins Auge“? Ich kannte ihn bisher nur von einer Person, meinem Mathe Lehrer.

  2. 4/01/2009arno nym schreibt:

    Hey, ich finde es cool, dass ihr queer podcastet und alles. Aber ich würde euch echt empfehlen, nicht erst fünf Minuten Einleitung zu machen, bevor es mal inhaltlich losgeht. Wenn ich euch nicht kenne, hab ich dann einfach schon dreimal entnervt die Site und das Podcast wieder verlassen, ohne zu den spannenden Inhalten vorzudringen. Quatscht euch doch vorher warm, knackige Einleitung und dann ab ins Thema… – Weiter viel Erfolg!

  3. 4/01/2009Joke schreibt:

    Hallo Narr!
    Vielen Dank für das Kompliment!
    Den Spruch benutzt meine Mutter auch, die ist Deutschlehrerin, das könnte ein Hinweis sein. Ansonsten haben wir keine Ahnung, werden aber mal sehen, ob wir was rauskriegen.

  4. 4/01/2009Joke schreibt:

    Und hallo arno nym!
    Auch vielen Dank für das Kompliment und die Anregung!
    Wir haben über Deinen Kritikpunkt nachgedacht und wissen auch nicht so richtig weiter:
    Ich denke, dass das anfängliche Rumgeeiere zum großen Teil davon kommt, dass wir vorher eben nichts zum Thema absprechen, sondern sich im Laufe des Gesprächs entwickelt, was wir dazu sagen – das Konzept ist quasi, nicht so richtig ein Konzept zu haben… 😉 bzw. zu kucken, wo es hingeht.
    Allerdings könnten wir mal darauf achten, dass wir das Thema früher ansprechen, so dass gleich beim Reinhören klar wird, worum es gehen wird. Meintest Du sowas auch?
    Und wir hoffen, dass sich durch die Praxis da noch was tun wird, was den flüssigeren Anfang betrifft, wir üben fleißig! Wahrscheinlich ist es auch sehr themenabhängig, wie schnell wir in einen Redefluss reinkommen.

  5. 4/01/2009Narr schreibt:

    Da fällt mir gerade was ein: Wie wäre es denn, wenn ihr ganz am Anfang das Thema so ganz kurz erklärt und dann für euch und die Zuhörer eine Art Mindmap macht, was euch da so spontan zu einfällt und wo man später drauf zu sprechen kommen könnte. Ihr könntet es ja in verschiedenen TOPs festhalten. Dann weiß man ganz am Anfang, was einen vielleicht erwarten könnte und hat ne grobe Gliederung vor Augen. Ihr könnt zum ersten Punkt was erzählen, noch mehr erzählen, sonnst wohin schweifen und wenn ihr erstmal nicht mehr weiter wisst einfach zu Punkt zwei gehen.
    Oder, Idee zwei: Einer hört sich nachträglich alles nochmal an und erstellt eine grobe Gliederung, die ihr mit veröffentlicht. Z.B.:
    00:00:00 – Begrüßung und hall
    00:12:09 – Heteronormativität
    00:18:48 – …..
    Dann kann man nämlich, wenn man zu ungeduldig ist alles zu hören, einfach vorspulen zu den Punkten, die man hören will.
    Joa, das ist mir grad so zu arno_nym und Joke eingefallen.

    PS: Deine Mutter unterrichtet nicht zufällig an einer Schule südlich von Hamburg?

  6. 6/01/2009ihdl schreibt:

    „von hinten durch die brust ins auge“ ist eine sehr verbreitete redewendung (170 000 google treffer)

    soviel erstmal 🙂

  7. 6/01/2009Anna & Grufti schreibt:

    Hallo,
    bin zufällig auf euren Podcast gestoßen und muss sagen, sehr interessante Themen & Meinungen. Lustig, wie man sich teilweise wiederfindet und von Problemen hört, von denen man dachte, dass man die Einzige wär, die selbige hat 🙂
    Ich finde das „Rumgeeire“ am Anfang eigentlich ganz sympathisch, also mich stört das nicht.
    LG

  8. 11/01/2009ihdl schreibt:

    ich hab immer noch kein zusammenhängendes statement zum thema der sendung abzugeben, aber hier noch ein link mit zitaten aus der zeit, in der normaler sex noch halbwegs normal war: http://pervocracy.blogspot.com/2007/12/everything-you-always-wanted-to-know.html
    passt ein bisschen zur sendung, fand ich.

  9. 14/01/2009yetzt schreibt:

    seid nicht enttäuscht, wenn gerade das feedback von mir aus bleibt, mir fehlt gerade die zeit, mir den podcast wirklich aufmerskam (zumindest jenseits von „zum einschlafen“) anzuhören. aber das schöne am podcastingmedium ist ja, dass es zeitversetzt funktioniert. die nächste lange zugfahrt (zb l-hh) kommt bestimmt.

    y.

  10. 3/02/2009Steff schreibt:

    das ist ja mal lobenswert! Da melden sich schon aufgrund unseres Rumgeheules unsere Hörenden und Kommentierenden persönlich ab. Hatte eigentlich vor, im Zuge dessen Vorbildlichkeits/Belohnungs-Sternchen zu verteilen, bin dann aber schnell an den Punkt gekommen, allen Sternchen zukommen zu lassen und hab schließlich wieder von der Idee abgelassen…

    in Bezug auf Narrs und arno nyms Anmerkungen und Vorschläge:
    Vielen Dank für die vielen Anregungen! Da gab es einiges zu begrübeln.
    Nicht nur wie schon Joke schrieb, ist Konzeptlosigkeit Teil unseres Konzeptes, sondern auch Unprofessionalität. Wir halten den Aufwand für uns so niedrig wie möglich, damit wir auch noch länger Lust und Spaß haben, das zu machen und uns vor allem auch mehr auf’s Inhaltliche stürzen können.

    Hier gehen “queer” (mein ideelles Verständnis davon) und “Podcast” auch ganz wunderbar für mich zusammen:
    – es hat etwas Unvorhersehbares
    – es ist nicht leicht konsumierbar
    – es möchte und braucht nicht Standardvorstellungen gerecht zu werden
    – es fordert ein Einlassen aufeinander oder auf etwas

    Ich habe aber selbstverständlich kein Interesse, all das auszukosten und dabei gänzlich auf inhaltliche und akustische Verständlichkeit zu verzichten.

    Wir haben die grobe Gliederung Einleitung – Hauptteil – Schluss. Das ist schon eine recht populäre Ordnung der Dinge. Wir überlegen uns mittlerweile Themen für den Podcast bzw. ein Thema für den kommenden Podcast. Es gibt die große Hoffnung, dass sich durch Routine das anfängliche Eiern ein wenig legen wird.

    Als akademisches/wissenschaftliches Schaf wird von mir meist eine gute klare Gliederung und ein rotes Fädchen erwartet.
    Als Podcast-Häschen verteile und spanne ich zu dritt pinke Flausch-Fasern durch eine gesamte Folge. Eine (innere) Gliederung und jeweilige Highlights/Schätzchen sollten alle Hörenden bei Bedarf für sich selber suchen und finden (dürfen).

    (versteckter Hinweis an euer Unterbewusstsein: am Freitag ist es übrigens wieder soweit…)

    Es freut sich

    Steff

  11. 6/09/2009Andrea schreibt:

    Wir präsentieren: der kleine, nachgetragene Gleitgelratgeber aus befreundetem Hause.

    Zu Crisco wäre nämlich noch zu sagen, dass Fett (egal, ob pflanzlich, tierisch oder synthetisch) Latex kaputt machen kann. Also: Handschuhe, Kondome und Dental Dams (sofern diese aus Latex sind) lieber mit anderen Gleitmitteln kombinieren. Zur Entstehung des Crisco-Kults vielleicht noch der Hinweis, dass es in den 1970ern, als Crisco der große Hit in schwulen Sexsubkulturen wurde, halt erstmal noch kein HIV/AIDS gab und daher auch andere Regeln für sexuelle Sicherheit galten.

    Außerdem ist Fett nicht so richtig gut für vaginale Schleimhäute. Grundregel hier: was man mit handwarmem Wasser nicht von einem Teller gespült kriegt, hat in Mösen nichts zu suchen. Der Darm ist gleichzeitig dünnhäutiger (und deshalb gleitgelbedürftiger) als die Möse an sich, aber er ist auch besser bei der Selbstreinigung, so dass hier ein fetthaltiges Gleitmittel nicht so viel Schaden anrichten kann (obiges zu Latex + Fett gilt natürlich trotzdem).

    Und wo ich gerade beim Thema bin: Es gibt mittlerweile diverse Gleitmittel auf Silikonbasis. Die fühlen sich oft toll an, können aber den schweineteuren Silikondildo/-vibrator/-schwanz böse ruinieren. Auch hier also mal die Zutatenliste auf der stylischen Verpackung lesen, bevor man chemische Reaktionen auslöst, die man hinterher bereut….

    Nicht zuletzt enthalten die meisten nicht-silikonhaltigen Gleitgele statt dessen Glyzerin. Und darauf reagieren leider einige Mösen mit einem verstärktem Hang zu Pilzinfektionen. Leider weiß ich gerade kein inländisch produziertes Gleitgel, das weder Silikon noch Glyzerin enthält (optimistisch nehme ich an, es gibt bestimmt was). Aber ich werbe gern mit eigenen guten Erfahrungen für „Liquid Silk“ aus Großbritannien. Kann man online bestellen oder mal im Sexshop seines Vertrauens fragen, ob die es nicht importieren möchten. Einziger Nachteil: schmeckt etwas bitter.

    Hausaufgabe: Weitererzählen. 😉

Kommentier Dich!